Die Geschichte der Keramik in Rheinsberg
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1762
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Am 4. Januar entsteht der Plan zur Errichtung einer Fayencefabrik bei Herrn von Reisewitz. Im Juni erfolgt die Gründung der Fabrik. |
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1765
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Verkauf an den Fabrikmeister Seidel |
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1769
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Kauf der Fabrik durch Graf Kamecke auf Tucheband |
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1770
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Nach bis dahin wenig erfolgreicher Fertigung übernimmt der Kaufmann und Figurenfabrikant Carl Friedrich Lüdicke aus Berlin die Fabrik. Schnell führt Lüdicke die Firma zu großem Ansehen. Nachweislich liefert er Keramik auch an den Zarenhof. Hervorragende Stücke aus dieser Zeit sind im Märkischen Museum Berlin zu sehen. |
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1787
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Eine Verordnung des Generaldirektoriums in Berlin bestimmt, daß die Rheinsberger Fabrikate Lüdickes ein "LR" und die Berliner ein "LB" zu führen haben. |
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1797
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Nach dem Tode von Carl Friedrich Lüdicke führt die Witwe, Maria Dorothea, zusammen mit ihren Söhnen die Fabrik weiter. |
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1799
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Der Sohn Karl Valentin Lüdicke übernimmt die Leitung des Unternehmens. Viele neue Techniken, z.B. der Stahldruck, werden von ihm entwickelt und später auch in der zweiten Keramikfabrik eingesetzt. |
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1816
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Errichtung einer Keramikfabrik vor dem Mühlentor durch den Apotheker Pollnow |
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1866
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Nach 104 Jahren erfolgreichen keramischen Schaffens schließt nach dem Tode Karl Valentins seine Witwe die Firma. 50 Jahre lang arbeiteten in Rheinsberg zwei Keramikfirmen nebeneinander, ebenso wie heute. |
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1895
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Die neue Firma Rheinsberger Steingutfabrik R. Schanz & Co. entsteht in den Räumen der zweiten Keramikfabrik. 1900 beschäftigt die Fabrik bereits 250 Mitarbeiter unter anderem in einer eigenen Druckerei und Malerei. |
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1901
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Kauf der zweiten Fabrik vor dem Mühlentor durch C. Carstens, der die Firma bald in eine Kommanditgesellschaft umwandelt. |
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1945
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Der geschäftsführende Kommandit Ernst Carstens flieht vor den Russen. |
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1948
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Beschlagnahme der Keramikfabrik und Gründung des VEB Steingutfabrik Rheinsberg. |
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1972
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Nach der völligen Zerstörung durch Brandstiftung wird die Fabrik wieder aufgebaut, mit modernen Maschinen ausgerüstet und die Belegschaft auf bis zu 300 Mitarbeiter erhöht. Die bis dahin höchste Produktion wird mit 1.000 t Fertigware erreicht. |
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1990
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Gründung der Rheinsberg-Keramik GmbH. Unter der Leitung von Hans-Jürgen Naundorf und Christina Dornbusch erfolgt die Umstellung der Fertigung von billiger Massenware auf höher veredelte Keramik. Die schrittweise zurückgegangene Handmalerei wird wieder eingeführt. |
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1992
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Nachdem die Treuhandanstalt eine Übernahme durch die Mitarbeiter nicht einmal diskutiert, liquidiert sie die Rheinsberg-Keramik GmbH und verkauft ca. ein Drittel des Betriebes an die neu gegründete Carstens-Keramik Rheinsberg GmbH. Den Rest schenkt die Treuhandanstalt der Stadt. Von ehemals 235 Mitarbeitern am 01.01.1990 werden nur 30 Mitarbeiter übernommen. |
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1994
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Am 1. März gründen die ehemaligen Mitarbeiter der Rheinsberg-Keramik GmbH Frau Dornbusch und Herr Naundorf die RKM - Rheinsberger Keramik Manufaktur GmbH. Die ehemals größte Halle der Rheinsberg-Keramik GmbH mit 5.000 m² Produktionsfläche wird von der Stadt Rheinsberg gekauft. Die Vorbereitung der Fertigung beginnt. Die alten Produkte und Technologien zur Herstellung von hochwertigem weißen Feinsteinzeug werden wieder eingeführt. |
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1995
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Am 1. März beginnt die Serienfertigung. Die feierliche Eröffnung der Betriebsverkaufsstelle findet am 28. April statt. |
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2004
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Gründung der KMD, der Keramik Manufaktur Dornbusch GmbH, durch die Kinder Friederike und Tim Dornbusch, nach dem die RKM in Folge hoher Finanzierungskosten Insolvenz anmelden musste. Die neue Firma fertigt die Markenkeramik auf der Grundlage der Technologie des früheren Betriebes. |
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2008
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Umzug der Keramik Manufaktur Dornbusch GmbH aus den alten Räumen des VEB Steingutfabrik in neue helle Räume im Friedrichszentrum in Rheinsberg. Heute fertigen wir wieder 31 verschiedene Dekore auf 210 unterschiedlichen Formen in der extrem haltbaren Feinsteinzeug-Qualität. |
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